Archiv des Autors: Uwe Bernd Altrichter

Notruf-Nummern

 
 
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst bundesweit:

116 117

Bei dringenden Beschwerden, wenn ihre Hausarztpraxis geschlossen ist. Der Notruf 112 ist weiter für lebensbedrohliche Fälle da, wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall. Hier können Sie jederzeit anrufen!

 

 

  • Alkoholismus

 

19295

Anonyme Alkoholiker, in vielen größeren Gemeinden.

 

 

  • Pflege

01805 – 22 83 40

14 Cent/min., Caritas

 

 

  • Krebs

 

0800 - 420 30 40

Deutsche Krebshilfe, Krebsinformationsdienst

 

 

  • Schlaganfall

 

01805 – 093 093

24 Cent / min., Deutsche Schlaganfall-Hilfe

 

 

  • Multiple Sklerose

 

01805 – 77 70 07

24 Cent / min., Deutsche MS-Gesellschaft

 

 

  • HIV / Aids

 

0180 – 331 94 11

9 Cent / min., Deutsche Aidshilfe

 

 

  • Telefonseelsorge

 

0800 – 111 0 111 0der 0800 – 111 0 222

evangelische und katholische Kirche

 

 

  • Kummertelefon Kinder / Jugendliche

 

0800 – 111 0 333

Verein gegen Kummer

 

 

  • Kummertelefon Eltern

 

0800 – 111 0 550

Verein gegen Kummer

 

 

 


Typus Chef

 
  • Welcher Typ ist Ihr Chef?

So manche Chefs können einen in den Wahnsinn treiben. Bei den einen müssen Sie ewig auf Entscheidungen warten, andere wiederum kontrollieren jeden Schritt. Was steckt dahinter und wie gehen Sie richtig damit um. Einer der es wissen muss, ist der langjährige Manager Patrick D. Cowden. Er hat fünf Chef-Typen genau unter die Lupe genommen.

 

 

  • Der Kuschel-Junkie

Er vergisst keinen Geburtstag, er bittet, statt zu befehlen. Anfangs gute Stimmung in der Abteilung, doch die Mitarbeiter tun bald, was sie wollen.

 

  • Was steckt dahinter?
  • Er will vor allem gemocht werden. Und hat Angst, seine Mitarbeiter können ihm eine Entscheidung übel nehmen. Darum lässt er alles einfach laufen. 
  •  
  • Was Sie tun können:
  •  Nutzen Sie Ihren Chef nicht aus! Unterstützen Sie, dass er mehr Kante zeigt.
  • Fordern Sie Entscheidungen freundlich, aber bestimmt ein. Lassen Sie sich nicht mit netten, unverbindlichen Worten abspeisen.
  • Geben Sie nicht alle Arbeiten aus der Hand, auch, wenn der Chef Ihnen ständig dabei “helfen” will.
  • Besprechen Sie nicht alle privaten Dinge mit dem Vorgesetzten.
  • Wenn er schmollt (Liebesentzug): ignorieren und freundlich bleiben.

 

 

 

  •  Der Ego-Shooter

Er macht alle nieder, die ihm beim Aufstieg im Weg stehen. (z. B. Beleidigungen, Intrigen, Lügen). Vor allem gute Mitarbeiter greift er an, denn sie könnten zu Konkurrenten werden.

 

  • Was steckt dahinter?
  • Angst! Er sieht die Arbeit als Existenzkampf auf Leben und Tod und fühlt sich selber bedroht. An das Gute im Menschen, z. B. Kollegialität und Fairness, glaubt er nicht. 
  •  
  • Was Sie tun können:
  •  Erkennen Sie, dass er schwach ist. Er braucht Sie, um sein Ego aufzupolieren.
  • Lassen Sie sich von seinen Psychotricks nicht täuschen (mal freundlich, mal eiskalt).
  • Lächeln Sie, wenn er brüllt. Er zeigt damit, dass er die Kontrolle verloren hat.
  • Protokollieren und meiden Sie Ausfälle (z. B. Personalabteilung, höheren Vorgesetzten).
  • Direkten Kontakt möglichst einschränken. Geht das nicht: versetzen lassen.

 

 

 

  •  Der Sozial-Allergiker

Er achtet auf Abstand zu seinen Mitarbeitern: abgeschlossene Bürotür, Gespräche nur mit Termin. Sieht er Untergebene im Fahrstuhl, wartet er auf den nächsten. Wirkt arrogant und abweisend.

 

  • Was steckt dahinter?
  • Er ist überfordert. Er versteht etwas von seinem Fach, aber nichts von den Menschen, die er führen soll.
  • Was Sie tun können:
  • Nicht von seiner Art abschrecken lassen. Helfen Sie Ihrem Chef aus der Isolation.
  • Versuchen Sie, besser kennenzulernen (z. B. vorsichtig fragen, wie sein Wochenende war).
  • Ist seine Tür zu, unerschrocken klopfen und hineingehen, wenn etwas zu klären ist.
  •  Bei zufälligen Treffen nicht mit Problemen überfallen, das schreckt ab.
  •  Sagen Sie ihm offen, was Ihnen wichtig ist, und loben Sie ihn, dann taut er auf.

 

 

 

  • Der Misstrauische

Er kommt dauernd vorbei, um nach dem Rechten zu sehen. Ein kleiner Fehler bedeutet den Weltuntergang.

 

  • Was steckt dahinter?
  • Er braucht die Kontrolle und hat Angst vor Risiko. Deshalb möchte er nicht, dass die Belegschaft Unerwartetes tut (z. B. eigene Ideen hat).
  •  
  • Was Sie tun können:
  •  Nehmen Sie ihm die Angst vor guten oder schlechten Überraschungen.
  • Seien Sie überkorekt. Das beruhigt ihn.
  • Nehmen Sie gelassen hin, dass er Listen für ALLES anlegen will, sogar für Personalgespräche.
  • Argumentieren Sie immer mit Fakten, nie mit Gefühlen.
  • Wird Ihnen alles zu viel: In eine kleinere Firma wechseln, wo man Ihnen mehr zutraut.

 

 

 

  • Der Getriebene

Er ist immer erreichbar, hat aber nie Zeit. Seine Anweisungen sind so knapp, dass man sie erraten muss. Später bei der Kontrolle hat er aber viel Zeit.

 

  • Was steckt dahinter?
  • Tatsächlich arbeitet er viel, 60 Stunden pro Woche und mehr. Aber er lebt wie in einem “Tunnel”, bekommt von der Realität nur Teile mit. 
  •  
  • Was Sie tun können:
  • Zeigen Sie ihm, dass es wichtig und sinnvoll ist, dass er Zeit für Sie hat.
  • Wiederholen Sie sinngemäß, was er Ihnen sagt. Das kann Missverständnisse reduzieren.
  • Bei zu knappen Anweisungen nachfragen, was er wirklich will und zu welchem Termin.
  • Sagen Sie ihm, wie wichtig es für das Arbeitsergbnis war, dass er mit Ihnen gesprochen hat.
  • Loben Sie ihn für das, was er tut. Häufig haben solche Chefs das Gefühl, ihre Leistung würde nicht gesehen.

 

 

 

  • Anmerkung

Bedenken Sie, dass Ihr Chef oder Vorgesetzter wahrscheinlich ein dualer Misch-Typus ist, der jedoch zu einem der fünf dargestellten Chef-Typen wesentlich stärker als zu einem zweiten tendiert.

Daher gilt:

Bevor Sie sein vorwiegendes Verhalten einschätzen, zuerst eine gewisse Zeit aufmerksam beobachten – dann angemessen handeln.

Das Erlernen richtiger Verhaltensstrategien, in diesem Fall gegenüber seinem Chef, reduzieren unnötige Auseinandersetzungen und vermindern Stress. Annehmende, selbst-korrigierende und überlegte Verhaltensweisen verbessern die kommunikative Basis, das gegenseitige Verstehen und Verständnis und somit auch das Arbeitsklima insgesamt.

Wenn eigene Bemühen nichts helfen, sollte man über Konsequenzen nachdenken!

 

 


Urvertrauen und Vertrauen

 

  • Was ist Ur-Vertrauen …?

 

Hier und jetzt ein paar Gedanken über das Gefühl von “Vertrauen” in seiner subjektiven Wahrnehmung.

Dazu gehören “Selbst-Vertrauen” und der emotionale Basisträger “Ur-Vertrauen.

Jeder Mensch erwirbt in seiner frühesten Lebensentwicklung die Grundeinstellung “Ur-Vertrauen” oder er erwirbt sie nicht.

Daraus folgert ganz simpel die Fähigkeit, ob der Mensch in seinem späteren Leben Menschen und Situationen vertrauen kann oder eher weniger oder eher nicht.

Bei einer mangehaften Ausbildung des Ur-Vertrauens erschwert sich die gesunde Persönlichkeitsentwicklung und Charakterbildung eines Menschen und kann in der Folge sogar zu Verhaltensauffälligkeiten oder “Verhaltensstörungen” führen.

 

 

  • Was behindert, gefährdet oder beschädigt das ”Ur-Vertrauen”?

  

  • die Trennung oder Vernachlässigung von der Mutter (emotionaler und seelischer Bezugsverlust)
  • längere Heim- oder Krankenhausaufenthalte von Säuglingen
  • materielle und soziopsychische Verelendung, die bis zur Deprivation führen kann (Vertrauensentzug, – Verlust, – Benachteiligung / Wahrnehmungsstörungen / verzögerte geistige und motorische Entwicklung) 
  • unerwümschte Kinder, die mit ambivalenten (gemischten Gefühlen) wie Zärtlichkeit, Hass und Missachtung wahrgenommen und erzogen werden

 

 

In der Entwicklungspsychologie ist man sich grundsätzlich darüber einig, dass in den ersten Lebensjahren die Weichen dafür gestellt werden, ob wir der Welt und den Menschen um uns herum tendenziell vertrauen oder eher nicht.

 

Ur-Vertauen ist ein elementares Grundgefühl, das unsere psychosoziale Entwicklung, Vertrauen und Selbstvertrauen und unsere seelische wie emotionale Stabilität begünstigen. Es ist maßgeblich daran beteiligt, ob unser Grundverhalten zuversichtlich und optimistisch ist und ob wir aus unserer inneren Haltung heraus treu, verlässlich und verbindlich sein können.

Mangelhaft ausgeformtes Ur-Vertrauen, was sich aus fehlender -Fürsorge, -Zuwendung, -Geborgenheit, -Liebe und -Verlässlichkeit der Eltern in der frühesten Kindheit ergibt, begünstigt die Anfälligkeit von Ängstlichkeit und Angst sowie manifesten Angststörungen.

 

Gerne können wir an dieser Stelle einen philosophischen Diskurs machen und uns die Frag stellen: “Worum dreht sich unser Leben?” Eins ist sicher, sehr viele Menschen in der heutigen Zeit befinden sich auf dem Pfad der Sinnsuche und manchesmal glaube ich, dass wir schon ein Suchtpotential in Bezug auf die Sinnsuche entwickelt haben.

In der Auseinandersetzung mit der Sinnsuche vergessen, verleugnen oder verdrängen wir bewusst einen in uns innewohnenden Aspekt – unsere spirituelle Seele, die eine ganz besondere Fähigkeit besitzt – sagen wir dazu einfach das vorhandene aber leider vergessene schöpferische Talent.

Der sogenannte moderne Mensch in unserer Leistungsgesellschaft, fortwährend aktiv, meistens gehetzt, überreizt, vom Alltagsleben und Erfolgsstreben erschöpft, hat leider zumeist die Fähigkeit verlernt inne zu halten, einmal mehr als sonst über sein bewusstes Vertrauen in die eigenen “göttlichen Fähigkeiten” nachzudenken, sie vielleicht neu zu entdecken, sie wieder zu erlangen oder wiederherzustellen.

Wir reden all zu gerne über ein paradisisches Leben, verstricken uns in spirituellen Visionen und suchen häufig auch nach der erlösenden Allmacht sowie nach einer Art von Befreiung, die all das wie Regentropfen von uns abperlen lässt, was wir als Schmerz, Leid oder Seelenmüll erfahren haben oder erfahren mussten.

Meistens gelingt uns diese innere Befreiung aber nicht oder nur halbherzig, weil uns dazu entweder die notwendige Zeit oder aber die Bereitschaft zur Rückbesinnung fehlt, eine Gedankenreise anzutreten, die uns dort hinführt, wo wir alle herkommen.

Im Vertrauen gesagt: “Ein gesundes, intaktes Seelenleben befähigt und beflügelt uns, Dinge in unserem Leben zu errreichen, die man ansonsten nie erfahren würde.”

Entwickeln Sie deshalb “Gottvertrauen”, ungefähr so, als würden Sie von einer Mauer springen und sich 100%ig sicher sein, von Ihrem Vater aufgefangen zu werden.

Wenn Sie wollen, begleite ich Sie dabei gerne …! Sprechen Sie mich einfach an!

 

 


China und Konfuzius

 

 Chinas Aufstieg scheint unaufhaltsam:

 

Das Land ist auf dem Weg zur Wirtschaftsmacht Nr.1. Ich blättere so in der Bildzeitung und entdecke einen Artikel von Ex-”Spiegel”-Chefredakteur Stefan Aust mit der Überschrift: “Was steht hinter dem Erfolgsprinzip China?”

 

Dieser Artikel machte mich neugierig, weil ich beim Überfliegen des Artikels das Wort “Konfuzius” aufschnappte. Oh, ein Philosoph und Erfolgsprinzip -spannende Kombination.

Entgegen unserer Anschauungen und moralischen Standpunkte der westlichen Welt, beschreibt dieser Artikel ein Erfolgsprinzip, von dem Wirtschaftsbosse, Unternehmer, Führungskräfte und insbesondere unsere Politiker noch sehr viel lernen könnten.

Hinter diesem Erfolgsprinzip steht ein Philosoph namens Konfuzius, der zwar schon seit 2.500 Jahren tot ist, jedoch heute in China mehr denn je gefragt ist. Bei uns würde man wohl gleich eine Grundsatzdiskussion wie folgt anschieben:

 

“Was haben philosophische Ansichten in einer modernen Industriegesellschaft zu suchen?”

 

Wer in China zwischen 5 und 6 Uhr in eine Restaurant geht, sieht, wie die Kellner vor der Tür dem Manager lauschen und auf gemeinsame Erfolge eingeschworen werden.

In Europa und den USA dagegen, sagt China-Experte Prof. Kai-Alexander Schlevogt, treten Verhaltensmuster auf, die der Gesellschaft dienen, immer seltener auf.

Vom Konfuzianismus können wir lernen, mehr auf Werte zu setzen, diese vorzuleben und zu festigen. Im Westen geht es vor allem um Recht und Gesetzt, man bestraft Verhalten nachdem es aufgetreten ist.

 

Das Entscheidende beim Konfuzianismus ist die Betonung des Humankapitals und des Sozialkapitals. Das ist doch ein schöner Kontrast zur Herrschaft des Finanzkapitals!”

 

Der Managementprofessor meint, Chinas Aufstieg habe sehr viel mit dem Erbe des Konfuzius zu tun.

Trotz Kommunismus sei China stark von konfuzianischen Werten geprägt, was sich insbesondere in Krisenzeiten als wertvoll erweise. Chinas Manager sind sehr anpassungsfähig und arbeiten überaus kosteneffizient. Sie nutzen Netzwerke, die vor allem auf Vertrauen aufgebaut sind und weniger auf Verträgen.

 

Konfuzius betont die menschlichen Beziehungen, Harmonie, Vertrauen, aber auch den Respekt für die Alten, Respekt für die Menschen in Führungspositionen. So wird der Zusammenhalt gewahrt!

 

Wir im Westen sind hingegen eine Konfliktgesellschaft. Bei aller Betonung von Konflikten ist es aber nützlich, mehr auf Harmonie und Zusammenhalt zu setzen, Vertrauen aufbauen (…)

In Rechtsstaat-Systemen überwiegen Logik und Spitzfindigkeiten, leider um so weniger der gesunde Menschenverstand. Und genau von diesem kann man bei Konfuzius viel finden, denn er vertritt eine Philosophie

  • der Ordnung
  • des Pragmatismus
  • der Menschlichkeit und
  • der Aufklärung

 

Aufklärung sein auch in der Bildung empfohlen, wo sich in Deutschland Kultusminister aus 16 Bundesländern selbst verwirklichen und dabei die Schüler zu Versuchskaninchen degradieren, statt einfach den Unterricht zu verbessern.

Vielleicht erlebt Konfuzius deshalb ein so gewaltiges Comeback in seiner Heimat China, 2.500 Jahre nach seinem Tod. Er predigte Moral und Gemeinschaftssinn ohne Bezug auf das Übersinnliche. Und natürlich Erfolg!

 

  • Quelle: Bild, Ausgabe vom 16.03.2012

 

 

 

 

 


Angst

 

Angst ist wie Freude, Liebe oder Hass eine Basis-Emotion und wesentlicher Bestandteil jeder menschlichen Existenz.

Obwohl Angst für den Menschen einen wichtigen Schutzmechanismus darstellt, äußert sie sich zumeist als bedrohliche oder besorgniserregende Situation. Angstauslöser werden in objekt-bezogene oder objekt-unbestimmte Ängste unterschieden.

Es gibt Menschen, die aufrgund ihrer indiviudellen Persönlichkeit und ihren Eigenschaften ängstlicher sind, sprich häufiger und intensiver Angst fühlen als andere Menschen. >stabiles bzw. instabiles Ur-Vertrauen<

Betrachten wir Angst im Sinne einer schärfenden Schutzfunktion, so verhalten wir uns in einer Gefahrensituation wie der Flucht angemessen. Andererseits verhalten wir uns bei Bedrohungen, die folgeschwere Auswirkungen wie den Tod nach sich ziehen kann, extrem sensibel.

Aus solchen extremen Reaktionen heraus ergeben sich oft Fehlalarme und Fehlentscheidungen.

Menschen können Angst sowohl bewusst als auch unbewusst empfinden, dementsprechend erzeugt sie auch ihre Wirkungsimpulse.

  • Enstehen jedoch durch Angst konstante Kontrollverluste, mündet dieses Grundgefühl in eine Angststörung.
  • Bezieht sich diese Angststörung zu dem auf ein bestimmtes Objekt, spricht man von einer Phobie.

 

Generalisierte Angstzustände (Angststörungen), die sich z. B. auf belastende Lebensumstände wie

  • Familie, Partnerschaft und soziale Beziehungen
  • Arbeit und Leistung
  • Gesundheit
  • Geldsorgen
  • Alltagsprobleme

beziehen, vielleicht sogar schon mit körperlichen Beschwerden einhergehen wie z. B.

  • Herzrasen
  • Schwindel, Benommenheit
  • Übelkeit
  • innere Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Spannungskopfschmerzen

 

sollten unbedingt von einem Facharzt oder Psychologen abgeklärt werden.

 

Angstbewältigung unterliegt generell einem Prozess der Bewusstmachung, bei dem sowohl die seelische Komponente als auch die Ängste und die damit verbundenen angstauslösenden Situationen bearbeitet werden müssen.

Angststörungen und mangelhaft entwickeltes Ur-Vertrauen stehen in einem sehr engen Kontext und  immer in einer Verbindung von sehr spezifischen Reiz-Ereignissen, deren Erlebnisfolgen und Konsequenzen.

 

  • Was sagt Psychoanalytiker Sigmund Freud dazu?

 

Er unterscheidet drei Ursachen der Angst:

  • die Realangst
  • die Binnenangst
  • die moralische Angst

 

Die Realangst stellt sich in bedrohlichen Gefahrensituationen ein und entspricht der Furcht.

Die Furcht signalisiert Gefahren und löst angepasste Reaktionen als Antwort aus. Die natürlichen Reaktionen sind

  • Flucht
  • Ausweichen vor der Situation
  • Panik
  • Wut und Aggression

 

Zu den oben angeführten Reaktionsmustern zählt auch die Vitalangst, welche bei lebensbedrohlichen Krankheiten und Ereignissen auftritt.

Und an dieser Stelle definiert sich die Realangst nach S. Freud auf besondere Weise sehr treffend, wenn ich Burnout als Erschöpfungs-Syndrom mit einer affektiven Störung in Verbindung bringe:

Das Ausmaß der Realangst ist auch von Faktoren wie der

  • psychovegetativen Verfassung (Erschöpfung oder Auszehrung)
  • der Persönlichkeit und Reaktionsbereitschaft
  • der Widerstandskraft und frühkindlichen Angsterfahrungen

abhängig.

Angst erhöht die Anpassungsfähigkeit, indem sie das Erlernen neuer Reaktionen zur Bewältigung von Gefahr motiviert. Sie kann aber auch bei zu großer Intensität in Bezug auf die Gefahrenbewältigung zu unangepassten Reaktionen und selbstschädigendem Verhalten führen.

 

 

Die Binnenangst definiert sich als “neurotische Angst”. Das Ich scheint von übermäßigen Triebansprüchen überwältigt zu werden. Neurotische Angst als Form der Neurose ist eine psychische, lang andauernde Verhaltensstörung.

Sie äußert sich u. a. in

  • Zwangsstörungen
  • Phobien
  • Angststörungen
  • schizoide und paranoide Störungen
  • Hysterie

 

Wichtig bei der Diagnostik ist, organische  Störungen als Ursache des Fehlverhaltens auszuschließen. Neurotiker sind sich ihres Verhaltens bewusst und fähig, dessen Ursachen zu ergründen und dennoch außer Stande, ihr Verhalten zu kontrollieren.

Neurotische Angst ist kein akut auftretender Zustand. Sie durchwandert einen Entwicklungsprozess und ist Ausdruck für einen seelisch unbewussten Konflikt.

Bei den klassischen Psychoneurosen entspricht er einem ungelösten frühkindlichen Konflikt. Im Gegensatz dazu stehen Neurosen, die durch das unmittelbare Erleben ausgelöst werden.

 

 

Die moralische Angst äußert sich in Scham und Schuldgefühlen. Zur Verteidigung dieser Ängste stehen dem Ich verschiedene Abwehrmechanismen zur Verfügung.

Zwei dieser Abwehrmechanismen sind den meisten Menschen wohl bekannt – die Verdrängung und Verleugnung.

Diese sind die Voraussetzung für die Bewältigung unbewusster seelischer Konflikte und damit Grundlage zur Fähigkeit der Selbststeuerung. Sie werden der bewussten Problembewältigung bzw. Konfliktverarbeitung gegenübergestellt.

 

  • Liste weiterer Abwehrmechanismen

 

  • Unterdrückung
  • - (Herabsetzung des Selbstwertgefühls)
  • Regression
  • - (Trotzverhalten, Fresslust)
  • Verleugnung der Realität
  • Vermeidung von Triebregungen
  • Spaltung
  • - (Idealisierung versus Dämonisierung)
  • Agressionsverschiebung
  • Affekt-, Stimmungs- und Bewertungsprojektion
  • Intellektualisierung
  • - (Entfernung vom Konflikterleben, Abstraktionsbildung, theoretisches Analysieren)
  • Rationalisierung
  • - (Handlungen rein rational-logisch entscheiden, ignorieren von Emotionen)
  • Sublemierung
  • - (Nicht erfüllte Triebwünsche werden durch gesellschaftlich höher bewertete Ersatzhandlungen ersetzt und damit befriedigt)
  • Somatisierung
  • - (Konflikte in Form von körperlichen Beschwerden wahrnehmen)
  • Idealisierung
  • Autoaggression
  • - (aggressive Impulse gegen sich selbst richten)

 

 

Obwohl Angst ein Grundgefühl ist, das in unserem Gehirn angelegt ist, entsteht sie nicht aus unserer Gefühlswelt heraus sondern aus unserem Denken und der Tatsache diverser Denkfehler.

 

  • Wir schätzen Gefahren fehlerhaft ein, in dem wir diese emotional überbewerten und rational unterbewerten

 

  • Wir meiden Situationen oder ergreifen die Flucht aus solchen, obwohl sie nicht gefährlich sind

 

  • Wir fühlen uns hilflos, weil wir unentwegt nach Sicherheit streben, obwohl es keine Garantien dafür gibt

 

  • Wir arbeiten bis zum Umfallen oder völligem Erschöpftsein, weil wir für unser seelischen und emotioanles Eigenleben unsensibel geworden sind

 

  • Wir betäuben unsere negativ angestauten Gefühle, unsere Ängstlichkeit oder Ängste mit Psychopharmaka oder Suchtmitteln, obwohl es keine Gründe dafür gibt

 

 

  • Schlussbemerkung

 

Stellen wir uns zum Schluss die Frage, warum wir allzu häufig diesen Denkfehlern unterliegen, uns dadurch selbst-schädigend und selbst-verletzend verhalten?

Vielleich sind Sie schon auf der richtigen Fährte. Gesundes Denken ist angesagt, denn schon der griechische Philosoph Epiktet sagte:

 

“Es sind nicht die Dinge, die Sie beunruhigen, sondern Ihre Sicht der Dinge.”

 

Gesundes Denken entspricht den Tatsachen. Die Bedeutung und Aussagekraft, die Sie einer Sache beimessen, bestimmt nahezu adäquat, wie Sie sich fühlen.

 

“Ihre Gedanken bestimmen Ihre Gefühle und nicht anders herum.”

 

 

Es ist stets ihre ureigene Sichtweise über die Realität, gepaart mit diesen oder jenen überzogenen Gefühlen, die Sie in Schwierigkeiten bringen. Würden Sie aber die Dinge so sehen, wie sie tatsächlich sind, dann wäre auch die Problemanfälligkeit erheblich geringer.

Ängstlichkeit und Angst ist die Reflektion verstärkter Gefühlsregungen. Wir lassen sozusagen diesen Gefühlen den unangefochtenen Vorrang vor dem Denken.

Wir geben unseren Gefühlen immer wieder nach und es fällt uns somit wesentlich schwerer oder wir fühlen uns sogar nicht mehr in der Lage, diese negativen, krankmachenden Gefühle eindeutig abzugrenzen.

Würden wir hingegen den realen Ursachen direkt ins Auge schauen und diese ansprechen, dabei lähmende Gefühle ausblenden und unser Denken an den Tatsachen orientieren, kämen wir der Vermeidung von ängstlichem Verhalten oder Angst einen wesentlichen Schritt näher.

Versuchen Sie doch einfach einmal die Einstellungs-Brille zu wechseln, die das Gesamtbild der Realität bisher nur verzerrt wiedergegeben hat.

Überwinden Sie sich bei der Aufarbeitung von Problemen stets zu folgender Frage:

 

“Entsprechen meine Gedanken den Tatsachen?”

 

… und geben Sie sich darauf eine ehrliche Antwort.

   

 

 

 Angst vor der Selbstwerdung >>>

 

 

Zukunftsangst besiegen lernen >>>

 

Angst, Druck und das Gehirn >>>

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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