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Verdrängung versus Aufarbeitung
In was für einer Zeit leben wir eigentlich? In einer Zeit, in der wir fast nur noch an die Zukunft denken, immer geradeaus nach vorne schauen? In der Gegenwart, die in aller Regel unbeachtet an uns vorbeizieht, weil wir ständig unter Strom stehen? Und was ist eigentlich mit unserer Vergangenheit, die so gut wie verblasst zu sein scheint?
Und was ist mit unserer Kindheit? Gibt es sie noch oder leben wir in Vergessenheit und Verdrängung mit ihr, weil ein Rückblick vielleicht in uns erneut schmerzhafte Erinnerungen auslösen könnte?
Was hat ausgerechnet die Krankheit Burnout mit ”Kinderseele” zu tun? Hören Sie einfach kurz in diesen Beitrag rein, um zu verstehen, warum:
Achtung Kinderseele >>>
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Die Krux mit unseren Gefühlen >>>
Plötzlich stand ich vor dem seelischen und körperlichen Zusammenbruch. Das Ereignis Burnout traf mich wie ein herber Schlag mitten ins Gesicht. Der Entwicklungsprozess hingegen bis hin zum Burnout war von Verdrängung und Vergessenlassen geprägt.
Obwohl wir es in aller Regel so empfinden und auch wahrnehmen, das wir plötzlich vor die Tatsachen einer ernsten Krankheit gestellt sind, vergessen wir gerne die Entstehungsgeschichte, mögliche Ursachen und auslösende Faktoren zu berücksichtigen.
Was beschreibt der Beitrag “Achtung Kinderseele”? Den traurigen Tatbestand von Kinderschicksalen, von emotionalem Leid und Schmerz in einer Zeit, die wir als modern und leistungsorientiert bezeichnen.
Und genau in dieser modernen Gesellschaft finden sich leider viel zu häufig solche Eltern, die ihren Kindern schon in jungen Jahren einen Stempel in die Seele brennen, ihnen die vertraute Nähe, Geborgenheit, menschliche Wärme und Liebe versagen.
Wie ich meine, eine sehr ernst zu nehmende gesellschaftliche Entwicklung, die, wenn sie sich auf dieser Erziehungsebene abspielt und weiter fortsetzt, bei den heute schon seelisch, emotional und physisch missbrauchten Kindern in ferner Zukunft zwangsläufig die Fragen aufwerfen wird:
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Warum gerade ich?
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Warum bin ausgerechnet ich ein Leben hineingeboren worden, das von Lieblosigkeit, Leiden, Schmerz und Gewalt, von Angst und Zwängen geprägt ist?
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Grundsätzlich stellt sich die Frage, warum sind Menschen überhaupt in der Lage, Kinder zu schutzlosen Opfern zu machen?
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Was berechtigt Eltern dazu, ihren Kindern seelische und körperliche Gewalt anzutun, sie leiden zu lassen und ihr junges, unbedarftes Leben mit Unglück und Angst zu besetzen?
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Könnte es möglich sein, dass diesen Eltern Ähnliches widerfahren ist?
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Oder könnte es sein, dass vielleicht ihre eigene Kindheit negativ besetzt ist, von Schicksalsschlägen, familiären Zerwürfnissen, Lieblosigkeit, Gewalt und seelischer Folter geprägt und die wie ein schwerer aber oft geschickt verdrängter Ballast an ihnen haften geblieben ist?
Es ist relativ einfach auszuweichen, die Ursachen eines Burnout-Syndrom auf die allgemein gültigen und standardisierten Aussagen wie beruflich und familiär bedingte Überforderungen, Dauerstress, Zeit- und Erfolgsdruck zu reduzieren.
Es soll Menschen geben, die damit spielend fertig werden und solche, denen einfach mit der Zeit das Heft aus der Hand gleitet. Die Frage ist nur, warum?
Richtig und wichtig ist, die allgemein gültigen Aussagen zu Burnout sehr wohl zu berücksichtigen. Doch was ist, wenn wir einfach nicht mehr weiterkommen?
Von Fall zu Fall sollten wir uns deshalb auch die eigene Kindheit in Erinnerung rufen und dabei einschneidende und prägende Ereignisse und Erlebtes hinterfragen, unabhängig davon, ob diese nun von positiven oder negativen Kräften getragen sind.
In beiden Fällen können wir sicher neue Erkenntnisse gewinnen, Erkenntnisse, die dazu beitragen, nach und nach unser verloren gegangenes geistiges, emotionales und körperliches Gleichgewicht wieder zu finden, Erkenntnisse, die uns zu neuer Kraft und Stärke verhelfen, unseren Alltag wieder ins Lot zu bringen.
Die Voraussetzung dafür ist jedoch, Verdrängung aufzugeben, mit wachen Augen und klarem Geist hinzuschauen und gleichzeitig zurück zu schauen, die Vergangenheit in die Gegenwart zu holen, um dann das Jetzt und die Zukunft mit einem neuen, positiven Lebenssinn ausfüllen zu können.
Gute Seelsorge und gute Psychotherapie gehen davon aus, was ich mich traue anzuschauen und auszusprechen, verliert seinen Schrecken!
. Das verloren gegangene Kind in dir
Um gegen Unruhe, Überdruß und Selbstlügen im Leben anzukämpfen, schau dir die Kinder an. Sie sind die Spontanität, die Aufrichtigkeit und die Unschuld, die du wahrscheinlich verloren hast.
Steige herab vom hohen Pferd deiner Rolle als Erwachsener und lerne wieder, Kind zu sein, an ihren spielerischen Unverfänglichkeiten teilzuhaben, ihre Emotionen zu erleben – und du wirst sehen, wie deine Augen zu leuchten beginnen und die Dinge wieder neu werden.
- Quelle: Drupka Rinpoche, Tibetische Weisheiten
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