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Ist Burnout eine Epedemie?
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Da Burnout im medizinischen Sinn keine Krankheit, sondern eine soziale Störung ist, kann man sich nicht direkt infizieren. Doch Psychologen diagnostizieren immer häufiger kollektive Burnouts in Unternehmen. Daher bezeichnen sie das Syndrom als “sozial ansteckend”. Hoher Konformitätsdruck sorgt in Betrieben mit negativer Grundstimmung dafür, dass diese noch verstärkt wird. Es kommt zu Feindseligkeiten und Mobbing. Ein Kollektiv-Burnout ist häufig die Folge.
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Wie macht Burnout meinen Körper krank?
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Ein Burnout erhöht die Produktion des Stresshormons Cortisol. Dadurch wird die Anzahl der Fresszellen (Leukozyten) und speziell der Abwehrzellen (Lymphozyten) im Blut verringert und deren Funktion eingeschränkt. Die Folge: Der Organismus wird anfälliger für Krankheiten. Diese Symptome treten jedoch auch aus anderen Gründen auf. Daher eignen sie sich nicht für eine Burnout-Diagnose – hierzu wird ein Psychologe benötigt.
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Ist Burnout ein Berufsrisiko?
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Mittlerweile existiert eine Vielzahl von Studien zur Verbreitung von Burnout-Syndromen in verschiedenen berufen. Als am meisten gefährdet werden in der Regel Pflegekräfte, Ärzte und Lehrer bezeichnet. Die Schätzungen reichen hier von 15 – 60 Prozent Betroffenen. Statistisch gesehen tritt Burnout bei berufstätigen Frauen häufiger auf als bei ihren männlichen Kollgen, was die Psychologen auf die Doppelbelastung durch die Familie zurückführen.
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Was bedeutet das Gegenteil von Burnout?
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Stress, Druck, Überforderungen – diese Faktoren gelten als Burnout-Auslöser. Genau umgekehrt verhält es sich beim Boreout ( vom engl. to bore = sich langweilen) Hier führen Unterforderung und geringe Auslastung zu ähnlichen Symptomen: Müdigkeit, Lustlosigkeit und Frustration bis hin zu krankhaften Depressionen. Paradoxerweise entwickeln Menschen im Boreout häufig Strategien, um ihren Zustand beizubehalten.
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Quelle: Welt der Wunder, Heftausgabe 1/12
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